Deutscher Arnis Verband e.V.

Bericht zum 1. Modern Arnis World Online Seminar

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Am 8.3. ist Weltfrauentag. In vielen Ländern der Welt werden die Frauen sogar eine Woche oder den ganzen Monat März lang geehrt. Dies nahm sich der DAV zum Anlass, Trainerinnen im Stil des Modern Arnis zu präsentieren. 

Die anhaltende Covid19 Pandemie führte allerdings zu einem Problem, es konnte kein Live-Seminar stattfinden. Aber sie bot auch eine große Möglichkeit, nämlich ein weltweites Online-Seminar. 

Dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Bundestrainers GM Datu Dieter Knüttel erklärten sich Trainerinnen aus folgenden Ländern dazu bereit, im 1. Modern Arnis World Online Seminar dem interessierten Publikum einen Einblick in ihre Auffassung des Modern Arnis zu gewähren:

  • »Mildred Nakamura (Japan)
  • »Chona Enriquez (Philippinen)
  • »Sherylin Padre (Philippinen)
  • »Ginalyn Jadia (Dubai)
  • »Gabriele Laritz (Österreich)
  • »Carola Maucher (Deutschland)
  • »Simone Koch (Deutschland)
  • »Birgit Füller (Deutschland)
  • »Beatrice Reinisch (Deutschland)
  • »Wendy Dragonfire (Niederlande)
  • »Beth Holt (Niederlande)
  • »Janet Aalfs (USA)
  • »Jackie Bradbury (USA)
  • »Ashley Sullivan (USA)

Am 13.3. war es dann soweit. Pünktlich um 14 Uhr wurde das Online-Seminar durch den 2. Vorsitzenden des DAV, Philipp Wolf, eröffnet. Mit einigen kurzen Worten erklärte er die technischen Gegebenheiten im Ablauf. Dieses Seminar hielt nämlich eine Besonderheit bereit, es wurde in zwei Sprachen abgehalten. Alle englischsprachigen Referentinnen wurde live parallel ins Deutsche übersetzt, alle deutschsprachigen ebenso ins Englische. Damit konnten die Teilnehmer/innen die Sprache wählen, die ihnen am Besten lag.

Im Anschluss an die organisatorischen Dinge lag es am 1. Vorsitzenden, M Sven Barchfeld, das Seminar dann offiziell zu eröffnen und alle Teilnehmer/innen und Referentinnen zu begrüßen. GM Datu Dieter Knüttel folgte daraufhin mit der englischen Übersetzung der Begrüßung.

Ein erstes Highlight waren einleitende Worte der philippinischen Botschafterin in Deutschland, H.E. Maria Theresa B. Dizon-De Vega, die zwar zu diesem Zeitpunkt in Manila weilte aber Dank der technischen Möglichkeiten live zugeschalten werden konnte.

Nun konnten die Trainingseinheiten beginnen. Jede Referentin demonstrierte 15 Minuten lang ihre Techniken. Beginnend in Japan wurde die Weltkugel quasi von Ost nach West überflogen. Viele Teilnehmer/innen teilten ihre eigene Kamera-Ansichten und zeigten damit, dass sie auch aktiv an diesem Seminar teilnahmen. 

Teilnehmer/innen aus folgenden Ländern waren vertreten:

  • »Deutschland
  • »Philippinen
  • »Israel
  • »USA (Ohio, Michigan, Virginia, Texas)
  • »Frankreich
  • »Niederlande
  • »Kanada
  • »China
  • »Griechenland
  • »Liechtenstein
  • »Schweiz
  • »Norwegen
  • »Japan
  • »Singapur
  • »Ungarn

Das Event konnte sowohl direkt bei Zoom als auch auf Facebook verfolgt werden. Mit über 300 Teilnehmern/innen war es ein großer Erfolg.

Die Moderatoren Dieter Knüttel und Philipp Wolf sorgten für einen reibungslosen Ablauf im Hintergrund und für die Vorstellung der jeweiligen Referentinnen. Die Dolmetscher Philipp Wolf, Alexander Friedrichs und Carsten Raum kümmerten sich parallel um die jeweilige Übersetzung. 

Hier konnten die Erfahrungen aus dem 35-Jahre-Online Event am 12. Dezember 2020 erfolgreich umgesetzt werden. Dennoch hat das Organisationsteam wieder viel gelernt und wird diese Erfahrung bei evtl. folgenden Online-Seminaren weiter ausbauen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer/innen, Referentinnen und dem Organisationsteam für dieses spannende und gelungene weltweite Seminar. Wir hoffen, dass bald wieder Live-Training und Live-Seminare möglich sind.

+7
Dazu ein Kommentar aus Referentinnensicht, von Beatrice:
 
„Wenn wir so etwas wie das 35 Jahre DAV-Festival machen, mit Frauen als Instruktorinnen, wärst du dabei?“ Mit dieser Frage hat unser Bundestrainer mich sofort begeistert – auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau wusste, worauf ich mich einlasse. Das erfuhr ich erst ein paar Wochen später, als die Planung für mich sichtbar in Form eines Titels und einer Liste mit Namen und Nationalitäten auftauchte. Ich weiß nicht, ob meine Originalreaktion („Holy shit! Geile Idee!“) druckfähig ist, aber dieses Event klang sofort mindestens eine Nummer größer als der vorherige Lehrgang.
 
Einige der vorgestellten Trainerinnen kannte ich bereits, entweder von Lehrgängen in Deutschland, vom Sommercamp oder vom 8. FMA-Festival auf den Philippinen 2016 und auf deren Einheiten habe ich mich besonders gefreut. Daneben gab es ein paar mir weniger bekannte Gesichter, auf die ich spätestens (allerspätestens!) mit Erscheinen der Lehrer-Biographien sehr neugierig wurde. Ach ja... und mein Name war auch dabei... Nun, ein bisschen Nervosität ist wohl okay.
 
Dann kam der 13.03.2021. Als große Überraschung sprach die philippinische Botschafterin persönlich aus ihrer Quarantäne in Manila ein paar einführende Worte. Und dann ging es los: 4 Stunden lang gab es bunt gemischte Einblicke in die philippinischen Kampfkünste von rund um den Globus. Der Reihe nach präsentierten 14 Trainerinnen aus Japan, den Philippinen, Dubai, Österreich, Deutschland, den Niederlanden und den USA jeweils eine Einheit aus ihrem Stil. In einigen Einheiten wurden mehr Techniken gezeigt, in anderen eher aus dem Arnis-Nähkästchen geplaudert. Auch zwischen physischer und geistiger Anstrengung gab es ein breites Spektrum. Das Programm war sehr vielfältig und meiner Meinung nach für jeden Geschmack etwas enthalten. Gut, nach einem knappen Jahr Corona-Lockdown wäre mir jede Ausrede recht gewesen mich vier Stunden lang innerhalb der Arnis-Familie zu bewegen und mir hat es erwartungsgemäß viel Spaß gemacht genau das zu tun. 200 bis 300 live-Logins rund um die Welt sahen das hoffentlich ähnlich.
 
Für meine eigene Einheit „Butt-Variationen im Corto“ hatte ich mir extra einen Vorführpartner organisiert. Im Übungsdurchlauf brauchte ich locker das doppelte der zur Verfügung stehenden Zeit, also wurde gnadenlos gekürzt. Zum Schluss blieben vier Techniken übrig, für die dann auch tatsächlich ein wenig Übungszeit zur Verfügung stand. Ach Ja, und ein BISSCHEN Nervosität ist vor einem Weltpublikum doch wohl OKAY, oder....?
 
Als Extra-Gimmick war (und ist) der live-Stream auf Facebook für jeden einsehbar, der sich kurzfristig (oder nachträglich) interessierte zuzuschauen. Für mich völlig neu war die Möglichkeit via Zoom unterschiedliche Sprachkanäle auszuwählen, sodass entweder der Originalton, die deutsche Übersetzung oder die englische Übersetzung zu hören waren. Ich glaube, sowohl mit der Idee eines World Online Festivals als auch mit der Umsetzung hat der DAV eine Marke gesetzt."

 

Text: Carsten Raum, Beatrice Reinisch
Bilder: DAV

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