Deutscher Arnis Verband e.V.

DAV-Sommerlager 2003 auf Spiekeroog

Die Planung für das DAV-Sommerlager 2003 wurde vor zwei Jahren an die Bielefelder Modern-Arnis Gruppe vergeben. Nach einigen überlegungen war klar: Wir fahren nach Spiekeroog. Dies wiederum sorgte für eine gegensätzliche Diskussion im Verband. Die einen sagten super, Sonne, Strand und Meer, die anderen sagten: ganz in den Norden, auf eine Insel und dann noch Anfang September...

Die Planung nahm ihren Lauf, der Anmeldeschluß kam, und: 30 Anmeldungen mehr als Betten lagen vor, das hieß: mehr Betten mussten nach organisiert werden.


Alle Teilnehmer/innen des Sommerlagers auf Spiekeroog

Letztendlich konnten insgesamt 104 Betten gebucht werden, so dass die meisten Modern-Arnis-Begeisterten mit auf große Fahrt konnten.


Begrüßung der Teilnehmer/innen und Eröffnung des DAV-Sommerlagers durch BT Datu Dieter Knüttel (links) und den 1. Vorsitzenden Sven Barchfeld (rechts)/div>
Es folgte der Sommer 2003 und der war wie - allgemein bekannt - ziemlich gut. Pünktlich zum Sommerlager wurde das Wetter immer schlechter, sollten sich die kritischen Stimmen bestätigen und die Wahl von Ort und Zeit tatsächlich unglücklich gewesen sein? Sowohl während des Übersetzens mit der Fähre, als auch der erste Tag waren völlig verregnet. 'Völlig untypisch für hier', versuchte der Heimleiter mir Mut zu machen. So wirklich gelang ihm das nicht, zumal der nächste Tag nicht besser anfing, auch am Dienstag mussten wir mit den Trainingsräumen tricksen, denn für über 100 Personen und Dauerregen waren diese nicht ausgelegt.

Mittags brachen die Wolken auf, wir konnten das erste mal draußen trainieren. 'So,' dachte ich mir, 'jetzt gehst Du mit deiner Trainingsgruppe raus an den Strand', nach dem Motto Strand und Meer sind schon da, dann wird die Sonne auch noch kommen.

Tja, was soll ich sagen, während die einen im Trainingsraum hart an ihren nächsten Schwarzgurten arbeiteten, kam bei unserem Strandtraining die Sonne raus und bei mir löste sich das erste mal die Spannung und die Hoffnung wuchs auf besseres Wetter.

Am Nachmittag lachte aber nicht nur die Sonne, sondern auch die 14 Teilnehmer, die ihren Schwarzgurt bestanden hatten und die Gratulation von ihren Prüfern Datu Dieter Knüttel, 7. Dan, Hans Karrer, 5. Dan, und Jorgen Gydesen, 5.Dan, entgegen nehmen konnten. Fünf neue 3. Danträger (Klaus Dieter Armerding, Hamburg; Michael Naber, Köln; Mike Froidl, Berlin; Siegfried Wittwer, Darmstadt; Ingo Hutschenreuter, Gärtringen), zwei neue 2. Danträger (Andreas Baumert, Essen; Florian Rosenkranz, Plön/Freiburg) und sieben neue 1. Danträger, darunter auch unser Gast Laurent aus Frankreich (Laurent Hittler, Paris; Reiner Palloch, Dortmund; Axel Heimsoth, Dortmund/Dresden; Simone Koch, Bonn; Roland Pawelke, Wuppertal/Münster; Dejan Markovic, Frankfurt; Nico Bungard, Frankfurt) strahlten um die Wette, ebenso die vielen Farbgurte, die ebenfalls alle ihre nächste Klase bestanden hatten. Nach so vielen strahlenden Gesichtern, lenkte Petrus ebenfalls endlich ein und bescherte uns ab Dienstag ein gutes Wetter. Von den verbleibenden 20 Trainingseinheiten konnten 18 draußen am Strand oder auf dem Sportplatz ausgeübt werden.

Insbesondere die Kombination von Sonne, Strand und Meer und Training, war einfach grandios, 30 - 40 Meter breiter, weißer Strand, das über Kilometer Länge, außer einsamen Strandwanderern ganz allein und das in Deutschland - einfach Klasse. Mit jedem weiteren Training wurde die Stimmung immer besser, dies machte sich auch an den Abenden bemerkbar, in gemeinsamer Runde wurde bis spät in die Nacht gefachsimpelt, musiziert und gesungen oder aber es trafen sich kleine Gruppen am Strand, um den Abend mit Meeresrauschen ausklingen zu lassen oder in das kleine Dorf zu gehen um die urige Atmosphäre in den 'einheimischen' Kneipen und Restaurants auf der autofreien Insel zugenießen.

Neben den vielen interessanten und zum Teil anstrengenden Einheiten wurde von den TeilnehmerInnen besonders positiv das breite Angebot der Trainingseinheiten aufgenommen, was zum Teil auch durch die erstmalig eingesetzten Co-TrainerInnen (Carola Maucher, Cornelia Tietjen-Bruns, Alfred Plath, Siegfried Derwisch, Karl Wall, Benedikt Eska, Michael Naber, Hubert Mayr) abgedeckt wurde.

Dadurch konnte durch die Trainer (Datu Dieter Knüttel, Hans Karrer, Jorgen Gydesen, Peter Rutkowski, Sven Barchfeld) für die Schwarzgurte ebenfalls mehr Einheiten angeboten werden, so dass auch diese viele neue Anregungen und Ideen mit nach Hause in ihr Training nehmen konnten.


Die Trainer und Co-Trainer/innen

Der stimmungsmäßige Höhepunkt gipfelte sicherlich in der Abschlussparty. In der super Stimmung griff zur Überraschung vieler sogar unser Datu zur Gitarre und zeigte das er nicht nur mit Stock und Messer umgehen kann. Bei der Verabschiedung am nächsten Tag im Hafen strahlte natürlich die Sonne zum Abschied und alle waren sich einig: eine Woche Training mit Sonne, Strand und Meer - einfach Klasse! Wir sind das nächste mal auch wieder dabei!! In diesem Sinne...


(C) Text: Hubert Mayr, 12.10.2003

(C) Fotos: Michael Görisch, Stefan Maultzsch, Reiner Palloch, Martin Kretzel, Jörg Karpa, 09/2003

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