Deutscher Arnis Verband e.V.
11. Internationales Modern Arnis Sommerlager des DAV

Karlsruhe. Der Deutsche Arnis Verband e.V. (DAV) begrüßte Arnissportlerinnen und –sportler aus nah und fern zum einwöchigen Sommerlehrgang für Arnisportler/innen. Auf dem Gelände der Sportschule Schöneck vor den Toren Karlsruhes trafen sich Sportlerinnen und Sportler aus 10 Nationen.

Die Arnissportler im Deutschen Arnis Verband e.V. (DAV) treffen sich im Zwei-Jahresrhythmus zu ihrem Sommerlager. Ein hochkarätiges Trainerteam bot 29 Workshops für die Freunde der philipinischen Kampfkunst und Selbstverteidigung an. Nachdem in den vergangenen Jahren die nördlichen Bundesländer Gastgeber waren, präsentierte sich die Sportschule Schöneck vor den Toren Karlsruhe als idealer Trainingsort im südlichen Baden-Württemberg.

Bundestrainer Datu Dieter Knüttel begrüßte 180 Sportlerinnen und Sportler aus 10 Nationen zum Willkommenstraining. Sprachbarrieren gibt es beim Sommerlager nicht – in den Workshops wird deutsch und englisch unterrichtet, bei Bedarf wird simultan übersetzt. Die größten Gruppen aus dem Ausland stellten russische und französische Sportler.

Das Wetter im Süden zeigte sich von seiner besten Seite. Alle Workshops konnten unter freiem Himmel durchgeführt werden.
 


Die Referenten des Sommerlagers waren:

  • Grandmaster Datu Dieter Knüttel, 8. Dan Modern Arnis, Dortmund, Bundestrainer des DAV
  • Master Jorgen Gydesen, 6. Dan Modern Arnis, Ulm
  • Master Hans Karrer, 6. Dan Modern Arnis, Ulm
  • Carsten Hemmersbach, 5. Dan Modern Arnis, Köln
  • Peter Rutkowski, 4. Dan Modern Arnis, Essen
  • Sven Barchfeld, 4. Dan Modern Arnis, Dresden, 1. Vorsitzender des DAV
  • Ingo Hutschenreuter, 4. Dan Modern Arnis, Holzgerlingen
  • Sunny Graff, 4. Dan Modern Arnis, Frankfurt
  • Benedikt Eska, 4. Dan Modern Arnis, München
  • Bernd Vieth, 4. Dan Modern Arnis, Frankfurt
  • Philipp Wolf, 3. Dan Modern Arnis, Neustadt i.H., 2. Vorsitzender des DAV
  • Alexander Pisarkin, 2. Dan Modern Arnis, Ekaterinburg/Russland

               

Prüfungen am zweiten Lehrgangstag
Traditionell finden am zweiten Lehrgangstag Prüfungen statt- viele Prüflinge nutzten die Möglichkeit, technische Fragen zum Prüfungsstoff nochmals zu klären. In zwei zusätzlichen Workshops konnten Trainingseinheiten mit ausgewiesenen Prüfungsinhalten belegt werden. Wer seine Prüfung bereits am Anfang ablegt, hat gut Lachen. Ihn erwartet eine interessante Lehrgangswoche. Zum Teil lange Vorbereitungszeiten sind mit bestandener Prüfung abgeschlossen. Damit wird der Kopf wieder frei, auch für die langen und geselligen Abende. Für weitere Prüfungskandidaten gibt es zum Lehrgangsende gibt es einen weiteren Termin. Auch er wurde von mehreren Prüflingen in Anspruch genommen.

Dan-Prüfungen Sommerlager 2009:

10 Prüfungen Lakan/Dayang Isa, 1. Dan:
Brigitte Omerzal (Karlsruhe), Regina Speutula (Karlsruhe), Mario Mesic (München), Klaus Beissel (Köln), Markus Trimborn (Köln), Lydia Rosenkranz (Freiburg), Hans-Joachim Albrecht (Freiburg), Jeremy Ribouleau (Paris), Michael Schramm (Köln), Christophe Monfrot (Paris)

4 Prüfungen zum Lakan Dalawa, 2. Dan:
Wolfgang Schaaf (Ulm), Helmut Sedding (Ulm), Marcus Rausch (Kiel), Alexander Pisarkin (Ekatarinburg)

1 Prüfung zum Lakan Tatlo, 3. Dan:
Sidney Helgath (München)

4 Prüfungen Dayang/Lakan Apat, 4. Dan:
Klaus Dieter Armerding (Hamburg), Benedikt Eska (München), Carola Maucher (Ulm), Hartmut Roth (Stuttgart)

Ferner legten 28 Arnisadores ihre Schülerprüfung zu Graduierungen der 5. bis 1. Klase ab. Alle Prüflinge konnten ihren angestrebten Gürtelgrad erreichen und bestanden die Prüfung. Die Prüfungskommission zeigte sich von den gezeigten Demonstrationen sehr beeindruckt und lobte die Teilnehmer/innen für ihre hervorragenden Leistungen. Datu Dieter Knüttel betonte: '… auf Grund der gezeigten Leistungen, können die Prüflingen ihren erreichten Grad mit Stolz tragen.' Nach dem Mittagessen erfolgte die zeremonielle Verleihung der Lakan/Dayang Graduierungen an die erfolgreichen Prüflinge.


Die Trainer/innen (v.l.n.r.): Reihe oben: Peter Rutkowski, Alexander Pisarkin, Ingo Hutschenreuter, Philipp Wolf; Reihe unten: Carsten Hemmersbach, Sunny Graff, GM Datu Dieter Knüttel, Sven Barchfeld, Benedikt Eska, Master Hans Karrer, Master Jorgen Gydesen

Bunte Vielfalt an Workshops


Der Reiz der DAV Sommerlager liegt in der Vielfalt der Angebote. Trainingseinheiten dauern jeweils 90 Minuten. Zur Auswahl stehen bis zu sieben unterschiedlichste Themenblöcke. Manche setzen eine Mindestgraduierung voraus, viele sind offen für Interessierte. Zusätzlich zu den im DAV gelehrten Techniken, bieten viele Trainer Workshops zu spezielleren Themen an. Alexander Pisarkin (Russland) unterrichtete Techniken aus dem Pangamut, und dem Filipino Combat System (FCS), Philip Wolf (Holstein) gab Einführungen ins Balintawak. Wurf- und anschließende Kontrolltechniken konnten konnten ebenso bei ihm in der Judohalle ausgiebig trainiert werden.

Vor allem Techniken aus dem klassischen Arnis konnten bei Master Hans Karrer (Ulm) und Sunny Graff (Frankfurt) trainiert werden. Von Montag bis Samstag gab es insgesamt 27 Trainingseinheiten. Oft fiel die Wahl schwer, sich für einen der sieben parallel laufenden Workshops zu entscheiden.

Interessantes gab es auch im Bereich Messer. Das Konzept der diagonalen Messerabwehr wurde neu strukturiert und mit vielfältigen neuen Trainingsmethoden angereichert. Der systematische Einstieg ist dadurch vereinfacht, den Interessierten können mehrere Module, die aufeinander aufbauen, angeboten werden.

An den Abenden wurden neue Kontakte geknüpft, Erfahrungen ausgetauschtoder alte Freundschaften aus früheren Sommerlagern aufgefrischt. Eine Woche gemeinsam trainieren, gemeinsam Essen und die Abende verbringen – das schafft Nähe und fördert manche Freundschaft.

Wer wollte, der konnte sich auf diesem Sommerlager den letzten Schliff in dieser oder jener Technik holen. Kein Problem – oder aber auch einfach dabei sein und die bunte Vielfalt an Menschen und Themen als Bereicherung zu erleben und mitzugestalten.

Sommerlager 2011? In meinem Kalender schon fest gebucht!



(C) Text: Norbert Münch, 11.09.2009

(C) Fotos: Sven Barchfeld, Martin Kretzel, Gerald Rost, 08/2009
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