Deutscher Arnis Verband e.V.

8. FMA World Festival in Dauin/Dumaguete, Philippinen, 14.-19. März 2016

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Es war soweit. Der Koffer war gepackt und der Rucksack zum fünfzehnten Mal überprüft, sodass ich auch ja nichts übersehen hatte. Nach einer kurzen Fahrt waren Basti und ich in Nürnberg am Flughafen angekommen und bereit, uns endlich vom kalten Deutschland zu verabschieden.

 

Ca. 18 Stunden später war es endlich soweit, das Flugzeug landete in Manila. Dort wurden wir von Sven und seiner Freundin auch schon freudig in Empfang genommen und zusammen mit zwei weiteren Teilnehmern zu unserem Hotel gebracht. Dort angekommen und überwältigt von all den neuen Eindrücken, die eine riesen Metropole wie Manila zu bieten hatte, ging es auch gleich weiter in ein Restaurant nahe der Küste, wo wir gemeinsam mit ca. 20 DAVlern unser Abendessen genossen.

 

Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es morgens um 6:30 Uhr mit einem Frühstücks-Paket des Hotels auch gleich in den nahe gelegenen Luneta Park für das Welcome Gathering mit einigen der Lehrer und Teilnehmern des Festivals an der Lapu-Lapu Statue. Nach vielen neuen Bekanntschaften und noch viel mehr gemachten Fotos gingen wir in den Chinesischen Garten, ein Teil des Luneta Parks, um dort mit GM Rodel Dagooc, GM Jerry Dela Cruz und einigen ihrer Schüler ein erstes Training zu absolvieren. Nach dem Training war der restliche Tag zur freien Verfügung und eine willkommene Pause zum entspannen für das große Camp.

 

Am Montag Morgen ging unser Flug und wir mussten sehr früh raus. Nach gut eineinhalb Stunden Flug sind wir sicher auf der Insel Negros gelandet. Angekommen in Dauin, Dumaguete staunten wir nach Begutachtung des Resorts nicht schlecht. Die Organisatoren hatten sich gut ins Zeug gelegt. Ein bezauberndes Resort, welches direkt am Strand gelegen war, mit äußerst zuvorkommenden Personal, leckeren Essen, schönen Zimmern und den besten Mango Shakes überhaupt! Man muss natürlich nicht erwähnen, dass die Mango Shakes zwischen Kokosnusspalmen und Frangipani Bäume mit Blick auf das Meer eine Aufwertung der besonderen Art bekommen.

 

Ein paar kühle Shakes später fand das gemeinsame Kennenlern-Training statt, bei dem quasi jeder mal mit jedem durfte. Zudem stellten sich die Großmeister und Meister vor, welche in der kommenden Woche unterrichten würden. Nach all der Vorfreude auf das FMA Camp konnte es  nun mit der offiziellen Eröffnung beim gemeinsamen Abendessen am Buffet und den anschließenden Drinks beim Strand losgehen! Der DAV war mit insgesamt 37 Personen vertreten und stellte damit fast die Hälfte aller ausländischen Teilnehmer!

 

Am nächsten Morgen ging nach dem Frühstück auch schon die Aufteilung los. Es wurde nach drei Gruppen aufgeteilt. Anfänger, Fortgeschrittene und Schwarzgurte , um sicher zu gehen, dass niemand überfordert ist und jeder das meist Mögliche aus dem Unterricht mitnehmen konnte. Diese drei Gruppen fanden sich nun unter möglichst großen schattigen Plätzen ein und hatten das Glück, dass die unterrichtenden Großmeister und Meister zwischen den Gruppen rotierten. Nach dem Mittagessen gab es eine kleine Pause, welche Basti und ich nur zu gern für ein wenig Abkühlung im Meer nutzten.

 

Die Lehrer/innen auf diesem Camp waren:

  • »GM Rene Tongson, 9. Dan Modern Arnis, GM  Abanico Tres Puntas
  • »GM Bambit Dulay, 9. Dan Modern Arnis, Tapi-Tapi, IMAFP
  • »GM Jerry dela Cruz 9. Dan Modern Arnis, Arnis Cruzada
  • »GM Bobby Taboada, GM Balintawak
  • »GM Datu Dieter Knüttel, 9. Dan, Modern Arnis DAV
  • »GM Bram Frank, GM CSSD/SC
  • »GM Jürg Ziegler 10. Dan, Kombatan
  • »GM Datu Tim Hartman 10. Dan, Presas Arnis
  • »Guro Peachie Saguin, Kalis Ilustrisimo
  • »Master Jimson Dearos 5. Dan Modern Arnis, IMAFP
  • »Master Romy Ballares 6. Dan Modern Arnis, IMAFP
  • »SG Sven Barchfeld, 5. Dan, Modern Arnis DAV
  • »Master Paulo Motita 5. Dan Modern Arnis, IMAFP
  • »Master Ed Kwan 5. Dan Modern Arnis, IMAF
  • »Master Rich Parsons 8. Dan Modern Arnis
  • »GM Garrucho, Pekiti Tirsia
  • »und weitere Lehrer/in

 

Nachdem es bereits Mittwoch war, genehmigten wir uns eine kleine Pause. Was nicht zuletzt daran lag, dass wir das Angebot bekamen,  zu einem sehr sehenswerten Wasserfall mit anschließendem Besuch einer natürlichen heißen Quelle mit zu kommen. Und 10 Minuten später saßen wir auch schon zu sechst im VAN auf dem Weg dorthin. Wir fuhren ca. eine halbe Stunde und kamen dann zu einem malerischen Ort, überall sattes grünes Dickicht und in Mitten dessen, verlief der Wasserfall der dem roten Flussbett folgte –daher auch der Name Red Rock Waterfall/Hotspring. Wir verbrachten einige Zeit an dem Wasserfall um etliche Bilder und coole Posen für das Fotoalbum und die zuhause Gebliebenen zu machen. Da das alles natürlich sehr „anstrengend“  war, ging es zur Entspannung erstmal in die angekündigte heiße Quelle. Dort angekommen hieß es, entspann dich und genieß die Aussicht!

 

Für Donnerstag war das Tauchen mit den Walhaien angesetzt, doch auch hier hatten wir einen Tipp bekommen. Apo Island. Also machten wir uns mit einem Tricycle auf den Weg zur nächsten Bootsanlegestelle. Wir taten uns mit ein paar anderen Leuten, Touristen aus diversen Ländern, zusammen und setzten auf Apo Island über. Eine dreiviertel Stunde und etwas durchnässt kamen wir an der Insel an und staunten nicht schlecht, weiße Strände und türkises Wasser! Wir erkundeten die kleine Insel zu Fuß, welche nur tagsüber Strom per Generator erhielt, und beobachteten das ganze Szenario, das wie aus einen Reisekatalog schien. Ein kleines Dörfchen mit sehr freundlichen Menschen und einer Grundschule, in der gerade fleißig gesungen wurde. Nach einem steinigen Weg zu einer am Ende der Insel gelegenen Aussichtsplattform waren wir uns sicher, dass die Walhaie nicht besser sein konnten! Nach kurzem Verschnaufen gingen wir wieder zurück und endeckten dabei einen kleinen weißen Sandstrand, welchen wir komplett für uns allein hatten! Also schnell die Badehosen angezogen und drauf los geschnorchelt. Unterwasser gab es einiges zu sehen, eine Fischvielfalt, welche in allen Farben schillerte, dazu bunte Seesterne und wunderschöne Korallen. Das Highlight des Ganzen waren allerdings die Schildkröten, welche, von uns sehr unbeeindruckt, durchs Wasser glitten. So viel schnorcheln macht natürlich hungrig, also kauften wir uns eine kleine Stärkung und bestiegen im Anschluss gefühlt über 1000 Stufen, um auf den höchsten Punkt der Insel zu gelangen und den Leuchtturm zu besichtigen. Dann war es auch schon wieder soweit, unser Boot fuhr zurück. Absolut erschöpft und mit einem riesigen Sonnenbrand kehrten wir zurück ins Resort und freuten uns auf unsere Betten.

 

Der letzte Trainingstag hatte nun angefangen …… mit ordentlichem Sonnenbrand funktionieren Checks, Konter und Entwaffnungen wie von selbst. Der Unterricht war super und verging deshalb wie im Flug.

 

Der Abend rückte an und die Gala Nacht fing an. Es begann mit Auszeichnung für bestandene Dan Prüfungen (hier nochmal mein Glückwunsch an alle Prüflinge) und besondere Leistungen, gefolgt von der Ernennung zum 6. Dan für Ingo Hutschenreuter (auch hier nochmals, Glückwunsch). Das Highlight des Abends war, als alle anwesenden Großmeister und Meister Demonstrationen Ihres Könnens lieferten. Wir ließen den Abend zusammen mit neuen Freunden aus aller Herren Länder, die in dieser so kurzen Zeit zu einer großen Familie wurden, gutem Essen und reichlich Bier ausklingen.

  

Am Samstagmorgen hieß es auch schon packen. Es wurden noch letzte Kontaktdaten ausgetauscht und dann ging es zurück zum Flughafen. Zurück blickend muss ich sagen, dass es sich mehr als nur gelohnt hat die Philippinen zu besuchen und am FMA Camp teilzunehmen! Es war nicht nur ein wirklich tolles Training mit Einblicken in verschiedenste Stilrichtungen, sondern auch in die Kultur. Aber für mich war definitiv am Wichtigsten, das Zusammenkommen so vieler unterschiedlicher Menschen, welche einem in so kurzer Zeit sehr ans Herz gewachsen sind und man auch nach dem FMA Camp noch regelmäßigen Kontakt hält. Also an dieser Stelle noch vielen herzlichen Dank an alle Organisatoren die dieses Camp möglich gemacht haben und ich freue mich schon sehr auf das Nächste!

 

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Text: Dave Knauer   

Fotos: Dieter Knüttel, Sven Barchfeld, André Dawson

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